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Studie zur transkraniellen Magnetstimulation (TMS) bei Patienten mit Ataxie

15. 06. 2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

an der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Bonn wurde vor Kurzem eine Studie zur transkraniellen Magnetstimulation (TMS) bei Patienten mit Ataxie begonnen. Mit dieser neuen und vielversprechenden Methode sollen die Symptome der Ataxie gelindert werden. Gesucht werden Studienteilnehmer*innen mit SCA (Spinozerebelläre Ataxie) und CANVAS (Zerebelläre Ataxie, Neuropathie, bilaterale vestibuläre Areflexie-Syndrom). Wir erhoffen uns damit auch eine Verbesserung der Lebensqualität der Patienten und ihrer Angehörigen.

 

Die Hirnstimulation mit Magnetfeld ist eine im Bereich der Bewegungsstörungen neuartige Methode. Dabei wird in einer Spule zuerst ein Stromfluss, dann ein starkes elektromagnetisches Feld erzeugt. Dieses kann gezielt ausgerichtet werden und Nervenzellen durch die Schädeldecke hindurch aktivieren. Die Zielgenauigkeit wird durch eine sog. Neuronavigation erhöht. Die TMS wird seit langem in der Behandlung der Depression sehr erfolgreich eingesetzt und in den nationalen und internationalen Leitlinien empfohlen. In den letzten Jahren hat sich diese Behandlungsmethode auch bei der Parkinson-Krankheit bewährt.

 

Die TMS-Behandlung wird im Rahmen eines stationären Aufenthaltes in Kombination mit einer 10-tägigen Ataxie-Komplex-Behandlung durchgeführt. Diese beinhaltet unter anderem regelmäßige Physiotherapie und Logopädie. Die TMS-Stimulationen erfolgen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen drei Mal täglich. Jede einzelne Behandlung dauert etwa 15 Minuten.

 

Die Studie ist Placebo-kontrolliert und doppelblind. Das bedeutet, dass zufällig ausgewählt nur eine Hälfte der Teilnehmer*innen die tatsächliche TMS Behandlung erhält, die andere Hälfte nur eine Behandlung mit einer Attrappe. Alle Patienten erhalten jedoch die Ataxie-Komplex-Behandlung als Teil der regulären Versorgung, es entsteht somit kein Nachteil durch die Studienteilnahme.

 

Wir hoffen, Ihr Interesse an unserer Studie geweckt zu haben. Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen. Für mehr Informationen melden Sie sich wahlweise bitte bei:

 

PD Dr. med. Oliver Kaut:       

Dr.med. Marcus Grobe Einsler:

Friederike Bork: 

 

 

Studie Bonn

 

 

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