http://www.tagesschau.de/inland/bghpid102.html
ein vernünftiges Urteil
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ein vernünftiges Urteil
Sehe ich auch so.
Die Alternative wäre für viele Frauen, erst abzuwarten, um dann im Zweifel abzutreiben, was ja legal wäre.
Allerdings muss der Maßstab sicher ein sehr enger bleiben. "Eine Mal sehen, ob wir was finden, was uns im Erbgut nicht gefällt"-Entwicklung ist nicht akzeptabel.
Aber genau das soll ja auch nicht sein.
Wenn ich das richtig sehe, dann werden bei der künstlichen Befruchtung doch immer mehr Eizellen befruchtet, als nachher wirklich "verwendet" werden? Dadurch würde die Frage ob man welche "wegwerfen" darf nicht unbedingt in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen.
"Wovon man nicht träumt, das kann man nicht erreichen" (Walt Disney)
"Hoffnung ist nur ein Mangel an Information" (Heiner Müller)
Deshalb sehen die Amis die Welt wohl positiver als wir
Es wäre zwar legal, aber was es gefühlsmäßig für eine Frau bedeutet, sich für oder gegen eine Abtreibung zu entscheiden, wenn man schon eine Beziehung zu dem kleinen Wesen im Bauch aufgebaut hat, kann man wahrscheinlich nicht annähernd erahnen.
Da find ich es schon gut, wenn man dies im Vorfeld abklären kann.
Ich bin zu alt, um nur zu spielen, und zu jung, um ohne Wunsch zu sein.
J.W. Goethe
Da fällt mir noch was dazu ein.
Bei uns in Ö darf man ein behindertes Kind bis zur 20. Woche abtreiben.
Da spürt man schon die Bewegungen des Kindes. Am Ultraschall kann man das Kind schon munter rumturnen sehen.
Welche Mutter ist denn da noch fähig, so ein Kind zu töten?
Ich glaube, ich würde da jede Behinderung in Kauf nehmen.
Ich bin zu alt, um nur zu spielen, und zu jung, um ohne Wunsch zu sein.
J.W. Goethe
hallo
also bis zur 20 w.? aber ab welcher woche sieht man denn ob das kind behindert ist und da frag ich mich was will wohl das kind?
aber das urteil ist doch ein fortschritt finde ich und es ist ja auch eingegrenzt.
lg bine
Nicht, dass ich missverstanden werde, ich wollte nicht sagen "ist doch egal, soll sie abtreiben".
Eben im Gegenteil, PID ist der bessere Weg
Auch vom moralischen Standpunkt der bessere als auf eine legale Abtreibung zu verweisen und dafür die PID zu verbieten. Das wäre zynisch in meinen Augen.
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Deshalb sehen die Amis die Welt wohl positiver als wir
Also Bine, was ich mich so erinnern kann, sind die meisten Routineuntersuchungen auf Behinderung so bis zur 12. SSW möglich. Ich weiss es nimmer so genau.
Aber es gibt halt immer wieder Behinderungen die durch Zufall bei den Ultraschalluntersuchungen entdeckt werden. Und das dann oft später.
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J.W. Goethe
also, in deutschland gibt es bei medizinischer indikation (worunter auch ein behindert geborenes kind fällt) keine zeitliche begrenzung für einen abbruch. es kann also passieren, dass ein z.b. in der 26. woche abgetriebenes kind seine eigene abtreibung überlebt.
außerdem: manchmal werden kinder abgetrieben, bei denen gar keine mißbildung vorlag, außerdem: bei frühgeburten 26. sw/500 g wird alles mögliche auf die beine gestellt, um das kind am leben zu halten.
rita, du hast sicher recht, dass die abtreibung eines "greifbaren" kindes schwieriger für die mutter zu ertragen ist als eine PID, die viellecht auch im "wegwerfen" von unbrauchbaren, d.h. kranken embryonen (noch nur zellhaufen) endet.
aber: waren wir am beginn unseres lebens nicht alle solche "zellhaufen"? ist deshalb die PID nicht eine art extrem-früh-abtreibung? ich (mit sca3, die zum glück erst mit 40 aufgetreten ist) bin jedenfalls heilfroh, dass meine mutter mir, im wahrsten sinne des wortes, "das leben geschenkt" hat, obwohl ich genträger war und bin (zur zeit meiner geburt konnte man das ja noch nicht feststellen).
ich bin daher nicht so sicher, ob die möglichkeit der PID bzw. das urteil dazu wirklich einnen fortschritt darstellt. es gibt der nur halb informierten bevölkerung die möglichkeit, noch unbedachter und ablehnender mit angeborenen, genetisch bedingten behinderungen umzuspringen, weil "man so ein kind ja heute nicht mehr zu kriegen braucht".
last, not least: spielen wir nicht ein bißchen lieber gott, indem wir entscheiden wollen, welches leben lebenswert ist und welches nicht?
hätte die mutter von ludwig van beethoven so gedacht, wäre das musikgenie sicher nicht zur welt gekommen: sein vater war alkoholiker, der ihn oft schlug,von sechs geschwistern überlebten nur zwei, die mutter war oft krank. wahrscheinlich starben die geschwister an angeborener syphilis (die beethoven im fortgeschrittenen alter ertauben ließ).
lg, sabine
Man merkt erst, wie gut es einem ging, wenn es einem schlechter geht!
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