- SCA1: Rund 6 % aller ADCA, Genmutation auf Chromosom 6p nachgewiesen, zusätzlich treten periphere Neuropathien auf;
- SCA2: Rund 15 % aller ADCA, Genmutation auf Chromosom 12q nachgewiesen, oft werden langsame, ruckartige (sakkadische) Augenbewegungen, eine periphere Neuropathie und verminderte tiefe Sehnenreflexe gesehen;
- SCA3 oder Machado-Joseph-Krankheit (MJD) : Rund 21 % aller ADCA, Genmutation auf Chromosom 14q nachgewiesen, hier treten neurologische Symptome (Pyramidenbahn-und extrapyramidale Zeichen), Augenbewegungsstörungen (Nystagmus, verminderte Sakkadengeschwindigkeit) und eine Augenlidretraktion sowie unwillkürliche Muskelzuckungen (Faszikulationen) und Störungen der Sensorik auf;
- SCA4: sehr selten, Genmutation auf Chromosom 16q vermutet, eine sensorische Neuropathie gehört dazu;
- SCA5: sehr selten, Genmutation auf Chromosom 11 vermutet, beginnt sehr früh und verläuft langsam;
- SCA6: Rund 15 % aller ADCA, Genmutation auf Chromosom 19p nachgewiesen, verläuft manchmal episodisch und hat einen sehr langsamen Verlauf;
- SCA7: Rund 5 % aller ADCA, Genmutation auf Chromosom 3p nachgewiesen, geht mit dem Verlust des Sehvermögens durch eine Netzhautdegeneration (Retinopathia pigmentosa) einher;
- SCA8: Rund 2 –5 % aller ADCA, Genmutation auf Chromosom 13q nachgewiesen, zeigt lebhafte Reflexe und eine Verminderung der Vibrationsempfindung;
- SCA9 ist nicht definiert;
- SCA10: sehr selten, Genmutation auf Chromosom 22q vermutet, kommt gelegentlich mit Krampfanfällen (epileptischen Anfällen) vor;
- SCA11: sehr selten, Genmutation auf Chromosom 15q vermutet, verläuft sehr mild und zeigt kaum eine Progredienz;
- SCA12: sehr selten, Genmutation auf Chromosom 5q nachgewiesen, geht zu Beginn mit einem Tremor und später mit einer Demenz einher.
Bei der ADCA vom Typ III handelt es sich um eine reine Kleinhirnataxie (zerebelläre Ataxie =CA) mit einer entsprechenden ataktischen Symptomatik. Diese scheint nach neueren Forschungsergebnissen aus Japan mit der SCA4 identisch zu sein.
Zu den dominanten Ataxie-Erkrankungen gehören auch die Episodischen Ataxie-Erkrankungen (EA), bei denen nach gewissen Zeitabständen für einen bestimmten Zeitraum eine Ataxie auftritt (periodisch) . Bei der EA Typ 1 (EA1) wurde eine Mutation im Gen eines Kaliumkanals, bei der EA2 eine Mutation im Gen eines Kalziumkanals nachgewiesen. Es handelt sich bei dem Gen für diesen Kalziumkanal um das gleiche Gen wie bei der SCA6.
Eine Sonderform stellt die Dentato-rubro-pallido-luysiane Atrophie (DRPLA) dar, die in Deutschland nicht bekannt ist, in Japan jedoch mit einer Häufigkeit von 0, 2 bis 0, 7 : 100. 000 auftritt.


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